Damit ein Hund im Erwachsenenalter mit allen möglichen Situationen umgehen kann, sollte man ihn schon im zarten Welpenalter mit verschiedensten Situationen konfrontieren. In Bellas Fall war das heute eine sehr belebte niederländische Innenstadt, denn in Renesse war Abendmarkt und meine Eltern, Christian und ich gingen hin - und sie kam mit.
Da zurzeit auch noch in einigen Bundesländern Sommerferien sind, waren entsprechend viele Deutsche (aber natürlich auch Niederländer) mit Kindern und/oder Hunden dort - also die absolute Herausforderung für Bella, denn sie liebt Kinder, ist begeistert von allen Erwachsenen und möchte jeden Hund kennenlernen, den sie sieht, egal ob dieser sie auch kennenlernen will oder nicht.
Selbstverständlich sind wir mit ihr nicht über den Markt gegangen, auf dem sich dicht an dicht Menschen und auch Hunde drängten und die Essen verkaufenden Marktbuden ihre Gerüche in der Luft verteilten, denn das wäre einfach zu viel für Bella und ihre wuselige Art gewesen. Stattdessen haben wir uns etwas abseits auf eine Mauer gesetzt und gemeinsam mit ihr das Geschehen beobachtet, bis meine Eltern ihre Runde über den Markt beendet hatten.
Verschiedenste Hunderassen, freundliche und weniger freundliche Hunde, kamen auf Bella zu oder hielten sich von ihr fern, Menschen wollten sich sie genauer anschauen, und für Bella war alles wahnsinnig aufregend. Von der Mauer aus konnten wir geradeaus zwischen zwei Marktbuden hindurch auf die Menschenmenge sehen, rechts von uns war ein etwas merkwürdiges Spielgerät für Kinder aufgebaut, eine Art aufblasbare Kartbahn, in der Kinder mit kleinen vierrädrigen fahrbaren Untersätzen durch die Gegend brausten, und über dem Markt kreiste eine kleine, handgesteuerte Drohne, die Bellas so gar nicht gefiel. Dieses winzige Ding machte merkwürdige Geräusche und Bella folgte ihm, wann immer sie es wiederentdeckte, mit ihren Augen.
Als meine Eltern mit ihrer Runde fertig waren, gingen wir gemeinsam in eine Pizzeria, "La Piazza", die ebenso voller Menschen und Hunde war wie auch der Rest der Stadt. Meine Eltern warteten dort mit ihrem Enkelhund auf Christian und mich, damit wir selbst auch mal über den Markt gehen konnten.
Ich persönlich hatte ja damit gerechnet, dass sie ein Theater sonder gleichen veranstalten würde, weil wir sie alleine bei meinen Eltern gelassen hatten. Stattdessen lag sie, als wir zurück kamen, vollkommen entspannt und im Tiefschlaf unter dem Tisch und hat unser Zurückkommen noch nicht mal wirklich registriert.
Die Kleine lernt dazu!
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