Welpen (und manchmal auch erwachsene Hunde) haben eine unangenehme Angewohnheit: Sie fressen Dinge, die sich nicht fressen sollten. Dinge, die auf der Straße liegen oder auf der Wiese, Dinge, die der Halter oftmals gar nicht richtig im Blick haben kann, weil sie schneller im Hundemund verschwinden als wir sie richtig erblicken können.
Warum machen Welpen (und Hunde) das?
Für Welpen ist es nicht nachvollziehbar, etwas Essbares, das unbeobachtet und herrenlos in der Gegend herum liegt, liegen zu lassen und nicht fressen zu dürfen. Selbst wenn der Welpe eigentlich satt ist, weil er gerade eine Portion Futter bekommen oder mit etlichen Leckerchen zum Ausführen verschiedener Übungen gebracht wurde, ist das herumliegende potentielle Futter interessant. Der Welpe weiß ja prinzipiell nicht, dass sein Mensch dafür sorgt, dass er jeden Tag, jeden Abend mit kugelrundem, gesättigtem Welpenbäuchlein ins Bett geht. Er frisst auf Vorrat, falls mal schlechte Zeiten kommen.
Was ist das Problem daran?
Nunja, zum einen ist nicht alles, was der Welpe für fressbar hält, wirklich essbar. In Bellas Fall waren es beispielsweise auch gerne mal Zigarettenstummel - sie sah Menschen, die Zigaretten im Mund hatten, und hielt diese dann offensichtlich für etwas Essbares. Nikotin oder Zigarettenfilter sind zwar keineswegs gut für den Hund, aber richtig fies wird es, wenn der Welpe etwas Giftiges erwischt. Beispielsweise Rattengift. Oder aber auch einen von einem Hundehasser ausgelegten Giftköder oder Würstchen mit Rasierklingen darin. So traurig es ist, aber es gibt tatsächlich genügend pervers, kranke Spinner, die soetwas auslegen, um Hunden absichtlich zu schaden. Blöd ist es aber auch, wenn der Welpe beispielsweise den Kot von einem anderen Hund frisst. Das ist nicht nur eklig für uns Menschen, sondern kann auch Parasiten wie beispielsweise Würmer mit sich bringen.
Welpen nehmen aber nicht nur dadurch, dass sie irgendetwas fressen, Wurmeier in sich auf, sondern können diese leider auch durch Schnuppern aufnehmen - das heißt jedoch nicht, dass man seinem Hund das Schnuppern verbieten sollte! Das Fressen irgendwelcher Dinge zu verbieten, ist jedoch essentiell und sollte trainiert werden. Wir bringen Bella bei, dass sie jedes Mal, wenn sie etwas in den Mund nimmt (außer Stöckchen), das nicht von uns kommt, ein "NEIN" zu hören bekommt. Ein erfolgreich akzeptiertes "NEIN" wird mit einem Leckerchen von uns belohnt.
Wichtig ist jedoch, dass der Welpe regelmäßig entwurmt wird. Es gibt Wurmkuren in verschiedenen Formen, beispielsweise als Paste oder als Tablette. Die Menge der Wurmkur hängt jeweils vom Gewicht des Hundes ab.
Bella bekommt momentan eine Wurmkur in Form einer Paste. Als ich sie das erste Mal entwurmt habe, vor einem Monat, einen Tag nachdem ich sie abgeholt hatte, war ich höchst fasziniert: Sie fraß die Wurmkur ohne zu zöger direkt aus der Spritze, in der die Paste steckte. Mittlerweile weiß ich allerdings, dass dies nicht daran lag, dass die Kur so gut schmeckte, sondern daran, dass sie vollkommen unterernährt und ausgehundert war.
Heute bekam sie ihre nächste Wurmkur, eine wesentlich größere Portion als das letzte Mal, denn schließlich wiegt sie mittlerweile gut 10 Kilogramm - das Füttern mit gutem Futter und ausreichender Menge war also erfolgreich. Ich habe mir die Paste zunächst auf die Hand geschmiert, weil ich die Hoffnung hatte, dass sie sie doch wieder einfach frisst. Das hat jedoch leider nicht geklappt, also habe ich Christian gebeten, mir einige Leckerchen zu geben, diese dann mit der Wurmkurpaste bestrichen und ihr verabreicht. Sie war zwar nicht begeistert, spuckte die Leckerbissen auch einige Male wieder aus, hat sie letztendlich aber trotzdem vernichtet. Die übrige Paste strich ich auf einen kleinen Kauknochen, den sie eh schon den ganzen Tag über ableckte - kleine Tricks also, damit die kleine Welpendame ordentlich entwurmt eine Chance hat, gesund zu bleiben.
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