Sonntag, 6. September 2015

Bella wird erwachsen.

Bella ist nun etwas älter als fünf Monate, bald fünfeinhalb Monate alt. Sie wird langsam erwachsen, entwickelt sich weiter, lernt dazu, testet aber natürlich auch ihre Grenzen innerhalb des "Rudels". Und sie wächst wie Unkraut.


Zwischen diesen beiden Bildern liegen sechs Wochen.

Besonders schön für uns ist, dass sie mittlerweile zwischen 7 und 9 Stunden pro Nacht schlafen kann - das ist zwar nicht jede Nacht so, aber es werden immer mehr Nächte, in denen sie so lange schläft. Sie schläft in unserem Schlafzimmer, einen großen Teil der Nacht über auf dem Boden oder zusammengerollt in ihrer Box, aber irgendwann, ich weiß nicht aus welchem Grund, stellt sie sich mit den Vorderpfoten auf unsere Matratze und möchte zu uns ins Bett krabbeln. Sie schafft es nicht, wenn sie todmüde ist, selbst ins Bett zu hüpfen, also hebe ich sie dann herein. Ja, Bella schläft inzwischen in unserem Bett. Sie verhält sich meistens sehr ruhig und wir haben das Gefühl, dass sie seitdem eine intensivere Bindung zu uns hat. 

Zudem verliert sie zunehmend mehr ihrer Milchzähne. Momentan fehlen ihr die unteren beiden Reißzähne - sie sieht gerade ein bisschen aus wie ein Vampir, da die oberen noch da sind. Zu schade, dass sie sich nicht überreden lässt, davon ein Foto zu machen. Leider scheint sie starke Schmerzen beim Zahnen zu haben, denn sie hat so ihre Momente, in denen sie sich ihre Pfoten über die Schnauze legt oder in denen sie auf allen möglichen Dingen herum zu kauen versucht (was sie sonst nicht in diesem Ausmaß gemacht hat). Sie scheint außerdem Probleme mit Leckereien wie kleinen Kauknochen zu haben, die ihr vorher keine Probleme bereiteten. Das Zahnfleisch ist leicht gereizt, aber natürlich hinterlässt jeder Milchzahn, den sie jetzt verliert, eine blutige Wunde. Hier und dort Blutflecken auf ihren Plüschtieren sind momentan also nicht so selten. So wie ihr Gebiss gerade aussieht, befinden wir uns im Endspurt des Zahnens. Gegen die Entzündungen bekommt sie stark verdünnten Kamillentee und außerdem Eiswürfel zur Betäubung des gereizten Zahnfleischs. 

Einen weiteren großen Fortschritt hat sie in Sachen Geduld gemacht: Die Konzentrations- und Geduldsaufgabe, die wir mit den Leckerchen auf den Pfoten geübt haben, funktioniert nun auch draußen. Ich habe sie schon mit ihr am Strand, auf Wiesen, auf Gehwegen geübt, sodass sie sich daran gewöhnt, auf verschiedensten Untergründen geduldig auf ihr "Friss"-Kommando zu warten. 
Diese Übung hilft uns auch, ihre "Spielattacken" in den Griff zu bekommen. Leider hat sie immer noch diese Eigenheit (dieses Verhalten wird aber langsam seltener), dass sie an jemandem hochspringt und in die Kleidung oder sonstige greifbare Dinge zu beißen bzw. zu zwicken (ein richtiger Biss ist das nicht), um zum Spielen aufzufordern. Bringt man sie aus dieser Situation in ein "Platz" und sorgt dann dafür, dass sie sich auf die Leckerchen konzentriert, beruhigt sie sich wieder: Ihr Puls wird langsamer, die Atmung ruhiger. 
Dass wir dieses Verhalten unterbinden soll jetzt nicht heißen, dass wir nicht mit ihr spielen, nein. Es gibt bloß Regeln für das Spielen mit Menschen, die einschließen, dass Klamotten und Menschenhaut zu empfindlich sind, um herein zu beißen. Da sie die Beißhemmung leider nicht früh erlernt hat, ist es ein hartes Stück Arbeit, sie noch nachträglich dazu zu lernen. Eigentlich ist die Beißhemmung ja etwas, das Welpen bis zur 12. Lebenswoche von ihrer Mutter lernen oder aber kurz darauf vom "zuständigen" Menschen. Nunja, wir schaffen das schon. Zumindest machen wir tolle Fortschritte. 

Auch Bellas Fell hat sich in den vergangenen Wochen stark verändert. Es wird länger und fühlt sich glatter an, sie hat weniger Welpenflaum und die bessere Ernährung führt dazu, dass es sich nicht mehr strohig anfühlt. 

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